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Am 02.09. um 21.00 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen chat.
Komm doch auch !!!
„Ich lag im Bett und wollte schlafen. Es war ein langer, heißer und anstrengender Frühlingstag. Das Restaurant, in dem ich arbeitete war gut besucht. Als ich Nachts völlig fertig zu Hause ankam, wollte ich eigentlich nur noch schlafen. Doch ich lag noch die halbe Nacht wach, weil ich dieses unangenehme Ziehen in den Beinen hatte. Wie Wachstumsschmerzen. Doch aus dem Alter war ich mit 26 wohl schon lange raus. Die folgenden Wochen bestanden nur aus Stress, Arbeit, Ärger – und immer diesem seltsamen Gefühl in den Beinen, dass mich im Sommer, je wärmer es wurde, immer mehr quälte. Manchmal lies es mich nicht mal schlafen, so penetrant war es. Das Seltsamste jedoch war, dass es verschwand, sobald ich wieder aufstand. Im Oktober 2006 lag ich auf dem Sofa und sah fern, als plötzlich meine Beine hochschnellten. Sie zuckten einfach, hoben ab und vielen wieder aufs Bett.
Die nächsten Wochen ging ich durch die Hölle. Meine Beine machten, sobald ich im Bett lag, was sie wollten; zuckten immer öfter, unaufhörlich, die ganze Nacht hindurch. Das Ziehen mutierte zu Schmerzen und an Schlaf war fortan nicht mehr zu denken. Wobei: Denken tat ich NUR noch daran. Aber das war auch alles. Meine Beine machten kaum noch eine Pause, zuckten mehrmals in der Minute. Und wenn ich dann mal schlief zuckten sie trotzdem weiter. Ich hatte nicht mehr als zwei Stunden Schlaf die Nacht über mehrere Wochen hinweg. Aber ich war ja nur überarbeitet - und arbeitete immer noch weiter. Zusehends sackten meine Beine im stehen unter mir weg. Meine Kräfte waren wohl am Ende. Nach zwei aufeinanderfolgenden Nächten völlig ohne Schlaf schob mich meine Frau mitte November zum Arzt ..."
Seitdem sind vier Jahre vergangen. Ich bin zu 100% schwerbehindert, habe Pflegestufe III und noch immer weiß keiner, woran ich erkrankt bin. Ich kann nicht mehr alleine essen, trinken, duschen, von einem Zimmer ins Andere gehen. Aber ich gebe mich nicht auf und es gibt immer noch viel, was ich tun kann. So erledige ich die Post und dank meines Laptops den Papierkram, kümmere mich um Anträge, erledige die wichtigen Telefonate, kann meiner Tochter mit Rat und Tat zur Seite stehen und mich, wenn auch eingeschrenkt, um die Hunde kümmern.
Aber warum erzähle ich euch das?
Viele Menschen in ähnlichen Situation wissen nicht mehr, wie es weiter gehen soll. Diesen Menschen möchte ich versuchen ein bisschen Mut zu machen. Man steht vor einem Loch, in dem man sich am liebsten verkriechen möchte. Auch mir geht es manchmal so. Doch das darf man nicht zulassen, denn es gibt trotzdem noch so viele schöne Dinge im Leben, wofür es sich zu leben lohnt. Zudem kann man sich die Hilfe holen, die einem auch zusteht. Natürlich nicht ohne Kampf - aber wer hat behauptet, dass Leben sei einfach?
Mit meiner homepage möchte ich euch mal wieder zum Lachen bringen, Mut machen, durch den Behördendschungel helfen, vielleicht ein bisschen zum Nachdenken anregen und einmal klipp und klar meine Meinung kund tun; denn ich habe da so einiges zu sagen. Für Meinungen und Tips bin ich immer dankbar. Und wenn ihr eine ach so aberwitzige Situation loswerden wollt, oder auch mal etwas zu sagen habt, dann lasst es mich wissen. Mit eurem Einverständnis werde ich diese dann hier veröffentlich.
Vielen Dank für euren Besuch. Ich hoffe, dass es euch hier gefällt und euch recht kurzweilig ist. Weitersagen ist ausdrücklich und unbedingt :o) erbeten!!!
Natürlich sind auch "Normalos" jederzeit und gern Willkommen.
Von ganzem Herzen alles Gute,
- Lars Horst -
Wir haben das Recht auf Menschenwürde,
Wir haben das Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz,
Wir haben das Recht auf Freiheit der Meinung und
Wir haben das Recht auf Ehe, Familie und Kinder.
Und KEINER hat das Recht uns unsere Rechte zu nehmen.